Trading lernen: Orientierung

Wer zum ersten Mal Aktien kauft, stößt auf dieselben Fragen in immer derselben Reihenfolge: Was kaufe ich da eigentlich, wie kommt eine Order zustande, wie viele Stücke, was kostet das, und wann reagiert ein Stop überhaupt? Die acht Artikel unten beantworten diese Fragen in genau dieser Reihenfolge. Jeder baut auf dem vorherigen auf, lässt sich aber auch einzeln lesen. Alle Beispiele sind erfunden, und eine Empfehlung, was, wann oder bei wem Sie kaufen sollten, finden Sie hier nicht.

Worum es geht und worum nicht

Gegenstand ist der Kauf echter Aktien mit einem geplanten Ausstieg über einen Stop-Kurs: kurzfristig gedacht, in Euro oder US-Dollar, über einen Broker in Deutschland. Hebelprodukte, Leerverkäufe, ETF-Sparpläne und Steuern lassen wir ebenso beiseite wie die Frage, welche Aktie es sein soll. Dass die Abgrenzung zum Hebelprodukt am Anfang steht, hat einen einfachen Grund: Schon die Grundrechnung ist dort eine andere, und wer beides verwechselt, rechnet alles Weitere falsch.

Reihenfolge

  1. Aktie kaufen oder Hebelprodukt: Was genau wird gehandelt?

    Woran erkenne ich, ob ich echte Aktien kaufe oder ein Hebelprodukt, und warum ändert das die ganze Rechnung?

  2. Market, Limit, Stop und Stop-Limit: Auslösen ist nicht Ausführen

    Was passiert bei Market-, Limit-, Stop- und Stop-Limit-Orders zwischen dem Klick und der Ausführung, und wo liegt der Unterschied zwischen Auslösen und Ausführen?

  3. Positionsgröße und Stop-Abstand: Vom Kursabstand zur Stückzahl

    Wie hängen Einstiegskurs, Stop-Kurs, Stückzahl und geplantes Kursrisiko rechnerisch zusammen?

  4. Gap, Slippage und Nichtausführung: Wo das Stop-Modell endet

    Warum kann der tatsächliche Verlust größer sein als Stückzahl mal Kursabstand, und was lässt sich vorher prüfen?

  5. Ordergebühren und Kostenposten: Was ein Aktienkauf wirklich kostet

    Aus welchen Posten setzen sich die Kosten eines Aktienkaufs zusammen, und welche davon stehen im Preisverzeichnis?

  6. Währungsumrechnung bei US-Aktien: Wechselkurs-Annahme und Umrechnungskosten

    Wie wirken Wechselkurs und Umrechnungsentgelt auf Stückzahl, Kursrisiko und Kosten, wenn die Aktie in US-Dollar notiert?

  7. Handelszeiten und Broker-Zugang: Wann eine Order überhaupt reagieren kann

    Wann ist ein Handelsplatz geöffnet, wann überwacht mein Broker einen Stop, und warum ist das nicht dasselbe?

  8. Broker-Leistungen vergleichen: Dokumentierte Fakten statt Bewertungen

    Welche Angaben eines Brokers lassen sich belegbar vergleichen, wo findet man sie, und wie geht man mit Lücken um?

Ein durchgehendes Beispiel

Alle Artikel arbeiten mit demselben erfundenen Szenario: eine Aktie zu 20,00 EUR, ein Stop bei 18,00 EUR, ein geplanter Kursverlust-Betrag von 100 EUR. Daraus folgen 50 Aktien, ein Positionswert von 1.000,00 EUR und ein geplantes Kursrisiko von 100,00 EUR vor Kosten. Wie viel an dieser Rechnung Modell ist, zeigen die Artikel zu Stop-Abstand, Gap und Kosten; die 100 EUR sind dort ausdrücklich eine Planungsgröße, kein Höchstverlust.

Mit eigenen Zahlen rechnen Sie das Szenario im Aktien-Trade-Szenarionach; die Regeln dahinter stehen in der Methode.

Danach

Wer die Mechanik kennt und einen konkreten Kauf vorbereiten will, geht unterDen ersten Aktienkauf vorbereiten die Schritte in der Reihenfolge des Orderfensters durch.