Methode, Quellen & Korrekturen

Hier steht verbindlich, wie das Aktien-Trade-Szenario rechnet. Alle Wissensseiten und der Rechner beziehen sich auf diese Regeln. Weiter unten erklären wir, woher die Anbieterangaben stammen, wie wir uns finanzieren wollen und wie Sie uns einen Fehler melden.

1. Geltungsbereich

Die Methode gilt für den Long-Kauf echter Aktien (Kassageschäft): Sie kaufen Aktien und wollen sie später wieder verkaufen. Hebelprodukte, CFDs, Optionen, Futures, Zertifikate und Leerverkäufe liegen außerhalb; für sie gelten andere Rechnungen. Alle Beispiele sind synthetisch. Der Rechner fragt weder Kontostand noch Depotwert oder Risikoprofil ab und sagt nichts darüber, ob Sie einen Verlust tragen können.

2. Eingaben und Einheiten

EingabeEinheitRegel
EinstiegskursWährung der Aktie je Stück (EUR oder USD)größer als 0
Stop- oder ReferenzkursWährung der Aktie je Stückgrößer als 0 und kleiner als der Einstiegskurs
Geplanter Kursverlust-BetragEURgrößer als 0; nur im Modus „Betrag in EUR“
Stückzahlganze Aktienganze Zahl ab 1; nur im Modus „Stückzahl“
Wechselkurs-AnnahmeUSD je 1 EURgrößer als 0; Pflicht bei USD-Szenarien
Orderart, Handelsplatz, DatumAuswahl bzw. Kalenderdatumsteuern nur die operativen Prüfhinweise, nicht die Zahlen; das Datum ist optional
Kostenpostenje nach Posten EUR je Order, % des Positionswerts je Order, Betrag je Aktie, dokumentierter Tarif je Order oder KursmargeBetrag ab 0 oder Status „unbekannt“; Tarif und Kursmarge kommen aus den Broker-Datensätzen

Zahlen können Sie mit Komma oder Punkt als Dezimaltrenner eingeben („1.234,56“, „1234,56“ oder „1234.56“). Gemischte Schreibweisen („1,234.56“) und Exponentialschreibweise lehnt der Rechner ab.

3. Kursabstand und Stückzahl

Der Kursabstand ist die Differenz zwischen Einstiegs- und Stop-Kurs je Aktie:

Kursabstand = Einstiegskurs − Stop-Kurs

Im Modus „Betrag in EUR“ teilen wir den geplanten Kursverlust-Betrag durch den Kursabstand und runden auf ganze Aktien ab. Bei USD-Aktien rechnen wir den EUR-Betrag vorher mit der Wechselkurs-Annahme in USD um:

Stückzahl = abrunden(Betrag [in Aktienwährung] ÷ Kursabstand)

Ergibt die Rechnung weniger als eine Aktie, gibt es kein Ergebnis, sondern einen Fehlerhinweis. Den Rest des Betrags, der durch das Abrunden ungenutzt bleibt, weist das Ergebnis aus. Im Modus „Stückzahl“ gilt die eingegebene Stückzahl unverändert.

Beispiel: Einstieg 20,00 EUR, Stop 18,00 EUR, Betrag 100 EUR. Kursabstand 2,00 EUR; 100 ÷ 2 = 50 Aktien. Bei einem Stop von 17,00 EUR: 100 ÷ 3 = 33,33 → 33 Aktien, Rest 1,00 EUR.

4. Geplantes Kursrisiko und Positionswert

Geplantes Kursrisiko vor Kosten = Stückzahl × Kursabstand

Positionswert = Stückzahl × Einstiegskurs

Beide Größen rechnen wir in der Aktienwährung und weisen sie bei USD zusätzlich mit der Wechselkurs-Annahme in EUR aus. Das geplante Kursrisiko ist die rechnerische Exponierung im vereinfachten Modell: Es unterstellt, dass der Verkauf genau zum Stop-Kurs erfolgt. Es ist kein maximaler tatsächlicher Verlust. Kurslücken, Slippage, eine nicht ausgeführte Stop-Order oder ein Handelsstopp können den tatsächlichen Verlust vergrößern, und jedes Ergebnis nennt diesen Vorbehalt.

5. Kostenposten und ihr Status

Jeder Kostenposten hat genau einen Status:

  • dokumentiert: aus einem Preis- und Leistungsverzeichnis oder einer vergleichbaren Quelle übernommen.
  • angenommen: eigene Schätzung, etwa für Spread oder Slippage.
  • unbekannt: kein Betrag bekannt. Einen solchen Posten rechnen wir nie mit 0; er fließt in keine Summe ein, und das Ergebnis nennt ihn als fehlend.

Für die Höhe eines Postens gibt es fünf Bemessungsgrundlagen:

  • je Order: Betrag × 2, weil Kauf und geplanter Verkauf je eine Order sind.
  • % des Positionswerts: Positionswert in EUR × Prozentsatz × 2 (Kauf und Verkauf).
  • je Aktie, einmalig: Betrag × Stückzahl, bei USD in EUR umgerechnet. Gilt für Spread und Slippage.
  • dokumentierter Tarif je Order (nur aus Broker-Vorlagen): Betrag je Order = Festbetrag + Prozentsatz des Ordervolumens (oder nur des Teils über einer dokumentierten Schwelle) + Betrag je Aktie, anschließend begrenzt durch Mindestbetrag, Höchstbetrag und Höchstsatz in Prozent des Ordervolumens. Nennt das Preisverzeichnis weitere, eigens begrenzte Bestandteile (etwa ein Börsenentgelt mit eigenem Mindestbetrag und Clearing-Prozentsätze mit eigenen Höchstbeträgen neben einer Clearing-Pauschale), rechnen wir jeden nach derselben Regel und addieren sie. Gerechnet wird in der Tarifwährung, bei USD mit der Wechselkurs-Annahme in EUR umgerechnet. Der Tarif gilt für Kauf und geplanten Verkauf (2 Orders), außer er ist als „nur Verkaufsorder“ dokumentiert.
  • Kursmarge (nur aus Broker-Vorlagen): absoluter Auf- bzw. Abschlag auf den Wechselkurs in USD je EUR. Kauf: Positionswert ÷ (Wechselkurs − Marge) − Positionswert ÷ Wechselkurs; Verkauf: Positionswert ÷ Wechselkurs − Positionswert ÷ (Wechselkurs + Marge); Summe in EUR.

Als Ordervolumen und Positionswert setzen wir für beide Orders vereinfachend Stückzahl × Einstiegskurs an, auch für den geplanten Verkauf. Der Verkauf zum Stop-Kurs hätte ein niedrigeres Ordervolumen; diesen Unterschied vernachlässigt das Modell.

Das Ergebnis zeigt drei getrennte Summen: dokumentierte Posten, angenommene Posten und deren Summe als „bekannte Posten“. Eine Gesamtzahl, die dokumentierte, angenommene und unbekannte Posten vermischt, gibt es nicht. Die „geplante Exponierung einschließlich bekannter Kosten“ ist das Kursrisiko in EUR plus die Summe der bekannten Posten; fehlen unbekannte Posten, sagt das Ergebnis das ausdrücklich dazu.

Außerhalb des Kostenumfangs liegen Steuern, Ausführungsqualität, Market Impact, Opportunitätskosten, Depot- und Finanzierungskosten. Das Ergebnis nennt sie als nicht enthalten; geschätzt werden sie nicht.

6. Rundung

  • Stückzahlen runden wir auf ganze Aktien ab.
  • Geldbeträge runden wir nach der Berechnung kaufmännisch auf Cent; Zwischenschritte rechnen ungerundet.
  • Prozentsätze und Wechselkurse verwenden wir so, wie Sie sie eingeben; Wechselkurse zeigen wir mit vier Nachkommastellen.
  • Anzeige in deutscher Schreibweise (Punkt als Tausendertrenner, Komma als Dezimaltrenner).

7. Ungültige Eingaben

Bei einem Fehler zeigt der Rechner kein Teilergebnis, sondern eine Liste lesbarer Hinweise. Fehler sind insbesondere: fehlende oder nicht numerische Kurse; Kurse von 0 oder weniger; ein Stop-Kurs, der auf oder über dem Einstiegskurs liegt; ein Betrag, der für keine ganze Aktie reicht; eine Stückzahl, die keine ganze Zahl ab 1 ist; ein fehlender Wechselkurs bei USD; ein dokumentierter oder angenommener Kostenposten ohne Betrag; ein ungültiges Datum. Mehrere Fehler zeigen wir gemeinsam an.

8. Operative Prüfungen

Orderart, Handelsplatz und Datum verändern keine Zahl. Sie steuern die Hinweise darauf, was Sie vor einem echten Auftrag prüfen sollten: Auslösen gegenüber Ausführen bei Stop-Orders, Nichtausführung bei Limits, Handelszeiten und Feiertage, Fremdwährungsabrechnung, Kurslücken. Ein Wochenend-Datum erkennt der Rechner; die Feiertage des Handelsplatzes prüft er nicht.

9. Verarbeitung im Browser

Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser. Ihre Eingaben gehen an keinen Server, landen nicht in der Adresszeile und werden nicht gespeichert. Exportieren können Sie das Ergebnis über die Druckfunktion des Browsers oder als kopierten Text.

Quellen und Aktualität

Die Wissensseiten erklären die allgemeine Mechanik von Orders, Kosten und Handelsplätzen mit erfundenen Beispielen. Die Broker-Profile, die Leistungsübersicht, der Vergleich und die Handelsplatz-Datensätze beruhen dagegen auf je einem gepflegten Datensatz pro Anbieter und Handelsplatz. Zu jeder übernommenen Angabe nennen wir dort die Quelle (in der Regel das Preis- und Leistungsverzeichnis oder eine Seite des Anbieters), den Vertragspartner, den Konto- und Tarifkontext sowie Gültigkeits- und Abrufdatum. Was die genannten Quellen nicht belegen, steht alsunbekannt, nicht als „nein“ und nicht als 0. Die Broker-Vorlagen im Rechner übernehmen genau diese dokumentierten Posten; ohne Vorlage tragen Sie die Beträge aus dem Preisverzeichnis Ihres Brokers selbst ein.

Anbieteruniversum: fünf Broker (comdirect, ING, flatex, Scalable Capital, Interactive Brokers) mit je einem Standardtarif und drei Handelsplatz-Datensätze (Xetra, gettex, US-Hauptbörsen). Ausgewählt haben wir nach Relevanz für die beiden Standardszenarien, nach belegbaren Unterschieden und nach pflegbaren Quellen. Die Auswahl deckt nicht den Markt ab und ist keine Rangliste der Anbieter. Preisverzeichnisse ändern sich; vor einer Kontoeröffnung gilt das aktuelle Dokument des Anbieters, nicht unser Datensatz.

Wir prüfen jeden Datensatz monatlich gegen die aktuellen Dokumente des Anbieters. „Zuletzt geprüft am“ nennt das Datum der letzten vollständigen Prüfung des Datensatzes, nicht das Datum eines Prüfversuchs; das Abrufdatum einer Quelle und das Gültigkeitsdatum eines Dokuments stehen getrennt daneben. Konnte eine Quelle einmal nicht gelesen werden, bleibt die zuletzt belegte Angabe mit ihrem Datum stehen; sie wird weder ausgeblendet noch zu „nein“ oder 0.

Kommerzielle Hinweise

Das Angebot soll sich später über Affiliate-Links zu Brokern finanzieren: Klicken Sie auf einen solchen Link und eröffnen ein Konto, kann der Betreiber eine Vergütung erhalten. Derzeit enthält die Website keine Affiliate-Links. Kommen sie hinzu, kennzeichnen wir jeden vergüteten Link direkt an der Stelle des Links. Die Vergütung beeinflusst weder, welche Anbieter wir aufnehmen, noch Faktenaussagen, Filter oder die Reihenfolge der Kosten. Eine Empfehlung für einen bestimmten Broker gibt es hier nicht, ebenso wenig Bewertungen oder „Erfahrungsberichte“.

Korrekturen

Finden Sie einen Fehler in einer Erklärung, in der Methode oder in einer Anbieter- oder Handelsplatzangabe, melden Sie ihn bitte über die Kontaktangaben im Impressum. Wir korrigieren an der gemeinsamen Quelle, sodass alle abhängigen Seiten und der Rechner die Korrektur gleichzeitig übernehmen.