Den ersten Aktienkauf vorbereiten

Die Fragen vor einem Aktienkauf tauchen im Orderfenster in einer festen Reihenfolge auf, und in dieser Reihenfolge gehen wir sie hier durch. Jeder Schritt verweist auf die passende Erklärung und auf das Feld imAktien-Trade-Szenario. Welche Aktie, welcher Stop, welcher Betrag und welcher Broker: Das entscheiden Sie. Wir zeigen, was aus der Entscheidung rechnerisch folgt.

Schritt 1: Prüfen, was gehandelt wird

Steht im Orderfenster ein Unternehmensname mit ISIN, oder tauchen Begriffe wie Hebel, Emittent oder Knock-out-Schwelle auf? Nur im ersten Fall kaufen Sie Aktien, und nur dieser Fall passt in diese Vorbereitung. Erklärung: Aktie kaufen oder Hebelprodukt.

Schritt 2: Orderart für den Kauf festlegen

Market heißt sofort, aber zu unbekanntem Kurs. Limit heißt bekannter Kurs, aber unsichere Ausführung. Stop und Stop-Limit lösen erst aus und werden dann ausgeführt. Erklärung:Orderarten. Im Tool: Feld „Orderart für den Kauf“.

Schritt 3: Einstiegskurs und Stop-Kurs bestimmen

Der Einstiegskurs ist eine Annahme, der Stop-Kurs Ihr geplanter Ausstieg. Beide gelten je Aktie in der Währung der Aktie, und der Stop muss unter dem Einstieg liegen, sonst gibt es keinen Kursabstand. Im Tool: Felder „Einstiegskurs“ und „Stop- oder Referenzkurs“.

Schritt 4: Stückzahl oder Betrag rechnen

Entweder Sie geben einen hypothetischen Kursverlust-Betrag vor und erhalten die Stückzahl, oder Sie geben die Stückzahl vor und erhalten das geplante Kursrisiko. Erklärung:Positionsgröße und Stop-Abstand. Im Tool: Abschnitt „Menge“.

Erfundenes Beispiel: 20,00 EUR Einstieg, 18,00 EUR Stop, 100 EUR Betrag → 50 Aktien, 1.000,00 EUR Positionswert, 100,00 EUR geplantes Kursrisiko vor Kosten. Das ist die rechnerische Exponierung im Modell, kein maximaler Verlust.

Schritt 5: Kostenposten einordnen

Tragen Sie Orderprovision und Handelsplatzentgelt aus dem Preisverzeichnis Ihres Brokers als „dokumentiert“ ein, Spread und Slippage als eigene Annahme, und lassen Sie alles, was Sie nicht finden, als „unbekannt“ stehen. Bei US-Aktien kommen die Wechselkurs-Annahme und die Umrechnungskosten hinzu. Erklärung: Ordergebühren und Kostenposten,Währungsumrechnung bei US-Aktien. Im Tool: Abschnitt „Kostenposten“ und Feld „Wechselkurs-Annahme“.

Schritt 6: Handelszeit, Datum und Broker-Zugang prüfen

Hat der Handelsplatz am geplanten Tag geöffnet, in welcher Zeitzone, und nimmt Ihr Broker die gewählte Orderart dort an? Wo liegt der Stop, und wie lange gilt er? Erklärung: Handelszeiten und Broker-Zugang,Gap, Slippage und Nichtausführung. Im Tool: Felder „Handelsplatz und Währung“ und „Geplantes Datum“; die offenen Prüfungen listet das Ergebnis unter „Operative Prüfungen“ auf.

Schritt 7: Ergebnis festhalten

Das Ergebnis können Sie drucken, als PDF sichern oder als Text kopieren. Es enthält Eingaben, Rechnung, Kostenposten mit Status, Annahmen, Auslassungen und die offenen Prüfungen. Gespeichert wird auf dieser Website nichts; Ihre Eingaben verlassen das Gerät nicht.

Wenn ein Broker verglichen werden soll

Broker vergleichen wir nur anhand dokumentierter Leistungen, mit einem festen Fragenkatalog und mit Quelle und Datum zu jeder Angabe. Erklärung:Broker-Leistungen vergleichen. DerBroker-Vergleich wendet den Katalog auf die beiden Standardszenarien an; dieLeistungsübersicht zeigt Handelsplätze und Orderarten je Broker.

Rechenregeln, Kostenumfang und Fehlerregeln: Methode, Quellen & Korrekturen.